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Von Elfen und anderen Abrissbirnen

Vor knapp einer Woche landete ein kleines, plüschiges Etwas mit Eiszapfen am Maul und einer fetten Blasenentzündung bei mir. Irgendwie so eine Mischung aus Kuh, Eisbär und Hund.

Seitdem hat sich mein Leben noch einmal ein gutes Stück verändert. Hatte ich bisher gedacht, ich hätte bereits einen Hund, so bin ich mir dessen nicht mehr so sicher. JETZT habe ich einen Hund. Er läuft prima an der Leine, achtet auf mich und genießt jede Streicheleinheit. Und was ist nun das, was ich dachte, es sei mein Ersthund? Wohl doch eher eine Mischung aus Katze (fehlt eigentlich nur noch das Miauen), Affe (sie spinnt und klettert gern) und Kröte. Naja und Hund halt anatomisch gesehen wohl auch.

Obwohl beide von ihrer Physiognomie her ähnlich sind, einmal 7 kg, einmal 9 kg, könnten beide kaum unterschiedlicher sein.
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Bei Zuza – meiner Erst“hündin“ – reicht beispielsweise eine Papiertüte als unüberwindbares Hindernis, bei Lajla gilt vielmehr: ist es nicht aus Beton, komm ich da durch. Ein 9-kg-Mini-Bulldozer trifft hier auf eine 7-kg-fröhlich-trippelnde-Elfe. Wobei fröhlich auch relativ zu sehen ist. Fröhlich ist Zuza wenn sie im Freilaufgebiet ihrem inneren Windhund frönen darf und Gas gibt. Fröhlich ist Zuza, wenn sie NICHT Gassi gehen muss. Schon gleich gar nicht im Winter und um Silvester rum. Da wird das Geschäft erledigt als sei sie Flash der Blitz. Und im Handumdrehen möchte sie dann auch bitteschön wieder zurück. Sieht dann meist so aus, dass ich die Leine festhalte, ihre „Räder“ erstmal durchdrehen, wie beim Auto auf Eis, und nach fünf Minuten ergibt sie sich ihrem Schicksal. Widerwillig. Denn WIDERWILLIG kann Madame Kratzbürste auch echt gut. Wenn dich ein Hund deutlich hassen kann, dann Zuza, die olle Diva. Oh fast vergessen, Zuza ist auch sehr fröhlich, wenn sie dir mit der Pfote ins Gesicht klatschen kann – vor Freude natürlich. Aus dem Stand springt der 40-cm-Floh denn auch mal locker 190 cm hoch.
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Lajla dagegen ist eigentlich immer fröhlich, vor allem wenn man sie ausgiebig knuddelt und streichelt, als ob es kein Morgen gäbe. Und walzt gern alles nieder. Für sie ist das auch n Partyspiel, dass sich Zuza immer gern unterm Bett verkriecht. Und um die Party natürlich erst richtig zur Party zu machen, schmeißt sich Lajla gemäß dem Abrissbirnen-Prinzip einfach mal mit Anlauf unters Bett – egal, ob ich das jetzt zugebaut habe, weil mir der „Spaß“ zu blöd wurde, oder nicht. Wenns gracht geht’s no an Medda, wie ein bayerisches Sprichwort sagt. (Keine Ahnung wie man das auf bayerisch schreibt, übersetzt heißt das: wenn es kracht, geht es immer noch mindestens einen Meter weiter).

Heute im Freilaufgebiet wollte ich mal sehen, wie die beiden miteinander können. Wie sich zeigte – prima. Jeder ging nämlich getrennte Wege. Zuza sprintete sofort nach rechts, Lajla guckte bisschen doof und rannte dann gemächlich schnurstracks in die andere Richtung. Hurra! Beide schlossen sich erstmal unterschiedlichen Spielrudeln an – und ich stand doof in der Mitte. Fein gemacht, Frauchen. Alles unter Kontrolle und alles im Blick – wenn ich schielen würde.

 

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Ich trinke jetzt noch ein paar doppelte Espressi, dann klappt das vielleicht auch mit dem Schielen (mit den Nachbarn hab ich das Klappen ja schon aufgegeben).

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