Mind, Body, Soul

Wax your body – Haarentfernung mit Wachs

Moin moin ihr Lieben da draußen! Heut gehts  um ein haariges Thema, das mich schon seit vielen Jahren begleitet und beschäftigt. In meiner Zeit damals in Würzburg hab ich dann endlich damit angefangen: Waxing, bzw. auch Halawa und Sugaring ausprobiert: Haare mittels Wachs/Zuckerpaste entfernen. Doch nicht der Standard wie Beine oder Achseln haben es mir angetan, nein, ich – auch als nicht Sex and the City Fan – hab mich schlicht und ergreifend an den Trend aus der Serie gewagt: Intim-Waxing. Uaaahhh.
Aber ich dachte mir auch einfach, wer sich 7 Stunden lang tätowieren lassen kann, wird auch das überleben. Ähm. Ich bin ja schon immer ein sehr positiver Mensch gewesen, hehe.
Also habe ich  bei meinem allerersten Termin den riesengroßen Fehler gemacht, mich als Modell anzumelden. Modell weil gratis und gratis ist zum Probieren ja immer super, ne? Leute! Ich hätte da echt mitdenken können. Denn: Sauempfindliche Körperregion, plus durchaus vorhandenes Schamgefühl in Kombination mit unbekanntem Studio um dort einem NEULING im Bereich Depilation die Chance zum ÜBEN zu geben….muss ich mehr sagen?


Was? Waxing Modell.
Wo? Hier in Würzburg im Wax your Body Studio, das von  Esperanza und Peter (macht die Termine) geführt wird. Damals (ja, ist schon gut n paar Jährchen her) haben sie wieder Nachwuchs-Depiladoras gesucht und brauchten für diese noch Modelle zum Üben.


 

Da ich kein Freund von Rasierern und Co. bin, Epilieren nichts für meine Haut ist (Hubbel, Rötungen und Pickel ahoi!) und mir Sugaring im Moment einfach ne zu arge Sauerei ist, wollte ich es mal mit Waxing probieren. Halawa hatte ich bereits getestet und für gut befunden. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht auf der Suche nach etwas NOCH Besserem wäre.

Also habe ich mich, wie bereits erwähnt, als Modell bei Wax your Body in Würzburg gemeldet. Ingesamt wurden zwei Termine vereinbart. Der erste beinhaltete Achseln und Oberlippe, der zweite dann besagtes Brasilianisches Buschwerk. Das waren auch die Stellen, die ich nie nie niemals alleine hinkriegen würde.

Zum Studio: Das Studio ist in schönen rot-weiß Tönen gehalten, schlicht, aber nicht steril.  Man fühlt sich schon beim reinkommen wohl. Saubere, hygienische Athmospäre zum Wohlfühlen, das gibts 😉

Peter hat mich gleich freundlich begrüßt und ich durfte noch ein paar Minuten warten. Kurz darauf kam schon meine Depiladora, die süße blonde Marta.

Schnell gings dann in Kabine 2, wo das Wachs schon erwärmt wurde.


Zu Marta: Sehr lieb, sehr herzlich und total bemüht, es mir so angenehm wie möglich zu machen. Wie es sich auch beim Friseur gehört, wurde ich gefragt, ob die Temperatur des Wachses okay sei und obs mir gut geht. Top!

Zum Waxing an sich: zuerst wurde die empfindliche Achselpartie eingeölt, danach kam Puder drauf (damit das Wachs überhaupt hält) und danach wurde mit einen Spatel das warme Wachs aufgetragen (und natürlich gefragt ob die Temperatur okay sei). Kurz antrocknen/härten lassen und dann wurde wirklich vorsichtig Stück für Stück fast völlig scherzfrei abgezogen. Bei mir brauchten wir schon einige Durchgänge, das lag aber zum einen daran, dass durch das Rasieren nicht alle Härchen gleichlang auf mind. 5 mm waren, zum anderen hab ich einfach fiese Borsten (man könnte fast schon meinen, die haben Widerhaken^^). Die restlichen Härchen, die dann noch stehen blieben, wurden ganz gewissenhaft mit der Pinzette ausgezupft. Auch das hab ich kaum gespürt.

Bei der Oberlippe wars im Grunde genauso. Schnell, kaum geziept und nach ein paar Durchgängen war ich auch an der Oberlippe haarlos 🙂

Zum Preis: eine Preistabelle findet man hier: Preistabelle

Als Modell musste ich nichts zahlen, der reguläre Preise wäre gewesen: Achseln + Oberlippe: 9 + 7 = 16 Eur

Beine (bis Knie) + Brasilianisch z.B. wären: 16 + 26 = 42 Eur

Alle 4 Wochen alle 4 Bereiche wären also insgesamt: 58 Eur.

Bei der zehnten Behandlung bekommt man übrigens 10 Prozent Rabatt.

Mein erstes Fazit:

Ich werds wieder tun. Diesen Freitag z.B. hab ich schon den zweiten Termin für die nächsten zwei Körperpartien, Welche das sind, kann man vielleicht erahnen. Der Preis ist zwar ein stolzes Sümmchen, aber bisher kann ich nur sagen: DAS ist es wert!

UPDATE:

Der zweite Termin…

Dieses Mal musste ich ca. 15 Minuten warten, was aber für mich kein Problem ist. Die Mädels kalkulieren schon gut, aber da jeder Mensch anders ist (Haarbeschaffenheit, Schmerzempfindlichkeit) ist es gut, wenn sie auf den Kunden eingehen und ihm eine Pause gönnen, wenn es grade nicht mehr geht. 

Also ist das für mich kein Kritikpunkt.

Was allerdings ein Kritikpunkt ist (den ich vermutlich am Dienstag durch die Nervosität einfach übersehen hab): es ist kalt. Richtig kalt. Klar kann man keine Fußbodenheizung erwarten, aber die Fliesen waren eisig und ich hatte nicht das Gefühl, dass wirklich gut geheizt wird.

Abgesehen davon, dass einem schon noch warm wird (Aua…), ich verkrampfe mich bei Kälte automatisch, was Schmerzen noch weniger erträglich macht. Meine Laune wird dadurch auch nicht besser und ingesamt ist meine Stimmung dann eher mittelschön. Vorsichtig ausgedrückt.

Zum Waxing an sich:

Es kam erst Brasilianisch dran, damit sich diese Partie schon wieder erholen kann, während die Beine gemacht werden. Soweit so gut.

Und jetzt zu dem Teil, der euch alle sicherlich brennend interessiert, ne? 

Der Schmerzfaktor: Ich bin ja wahrlich kein Angsthase oder jemand, der Schmerzen nicht aushalten kann (7 Stunden Tätowiermarathon ging ja auch). Aber: ******** wtf?! Es tat sch* weh. Das kannte ich so vom Halawa nicht.

Das heiße Wachs ist schon nicht ganz so angenehm an manchen Stellen, dazu kommt die für mich (ja ich bin extrem unbeweglich) die unbequeme Haltung namens Schmetterling (ihr presst eure Fußsohlen aneinander) tat ihr Übriges. 

Mir war schlecht. Und ich schwitze dann doch ganz gut. 

Beim zweiten Durchgang wars dann schon weniger schlimm, aber es gingen erstaunlich wenig Haare beim ersten Mal mit. Aber gut, das kann auch daran liegen, dass sie darin noch nicht viel Übung hatte… Ich weiß es wirklich nicht…

Nach ich glaube 5 (FÜNF! Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen… ) Durchgängen, waren WIR dann soweit fertig. Ich nämlich auch.

Was wirklich schlimm und meiner Meinung dumm an der Methode war: Es wurde IMMER, bei JEDEM Durchgang der komplette Bereich mit heißem Wachs bestrichen. Zentimeterdick. Man fühlte sich in der Schmetterlingsposition eingegipst. Dazu kommt, dass die bereits enthaarten Partien natürlich schon gereizt sind und mit heißem Wachs immer wieder neu gereizt werden. Das muss so wirklich nicht sein.

Die Beine kamen auch noch dran, allerdings mit den Wachsstreifen (nicht wie bei Oberlippe, Achseln und Brasilianisch eine dicke Schicht Wachsmasse, die dann so wieder abgezogen wird). Schmerzfaktor hier: gering. Im Vergleich zu den vorigen 30 Minuten: verschwindend gering. Allerdings muss ich hier anmerken, dass nicht alle Haare erwischt wurden (obwohl die geforderte Mindestlänge eingehalten wurde). 


Preislich musste ich dieses Mal nur die Beine zahlen. 16 Eur stand auf der Liste, 18 Eur musste ich zahlen (2 Eur für ein paar Tropfen einer Ampulle mit irgendwelchem ganz tollen Öl). DAS hätte man meiner Meinung nach dazu sagen müssen, man kann nicht jemandem was auf die Haut schmieren und an schließend Geld verlangen. Sowas regt mich beim Friseur ja auch genauso auf. No Go.

Was ich euch allerdings sagen kann:

Ich hab euch glaube ich (?) vorenthalten, dass ich Brasilianisch schonmal machen ließ – allerdings eben nicht mit Waxing, sondern mit Halawa (eingetrage Marke mit spezieller Sugaring-Paste). Und da kann ich jetzt prima vergleichen.

Der riesen Unterschied war auf jeden Fall der Schmerzfaktor, der vermutlich an folgenden Punkten hängt:

  • beim Waxing wurde mir im kompletten Bereich Zentimeterdick eine Wachsschicht aufgetragen, die dann nach und nach mit den Haaren weggerissen wird. Auf diese Weise ist es nicht möglich, mal kurz an einer anderen Stelle, die vielleicht weniger empfindlich ist, weiterzumachen. Man hängt sozusagen fest in der vorgeschrieben Reihenfolge.

 

  • beim Halawa ist die Masse honiggelb und sehr weich, es wurde immer nur ein kleines Stück auf die Haut getan (fast eingeknetet, es ist weich, aber nicht flüssig wie das Wachs) und dann zack – abgezogen. So kann man immer veschiedene Stellen enthaaren. Und auch mehrmals über eine Stelle gehen.

 

  • bei Waxing wurde mir immer KOMPLETT das Wachs aufgetragen, auch wenn nur noch an kleinen Stellen Haare waren. Nervig. Und unnötig. Ich empfand die dicke Wachsschicht auch generell als sehr unangenehm.
  •  beim Halawa hätte ich nach der Behandlung zwar nicht unbedingt sofort Fahrrad fahren wollen, aber ansonsten kein Problem
  •  beim Waxing hatte ich gestern noch richtig Schmerzen – ich konnte nichtmal mehr Autofahren. Heute gehts, allerdings hab ich jetzt nen Muskelkater von der Haltung (gut, das ist wohl nur mein Problem) 

 

 

Meine Tipps fürs Waxing:

 

Vor dem Waxing Termin keinen Kaffee trinken (oder nicht soviel wie ich^^), Koffein erhöht die Schmerzempfindlichkeit. (Gilt übrigens auch beim Tätowieren)

 

Gut Essen, aber nicht zuviel. Auf keinen Fall mit leerem Magen hin, sonst kann sich der Kreislauf schonmal verabschieden. 

 

Ansonsten hier mal die 3 Adressen in Würzburg, eine steht noch auf meiner Liste 🙂 Beim Anklicken der Links kommt ihr gleich zu den Preislisten.

– Wax Your Body

– Kosmetik Andrea Baltterspiel, Methode Halawa

– Stovesandt Beautyspace, Methode ebenfalls mit Wachs, allerdings angeblich schon ab wenigen Millimetern möglich.

Für die Berliner: Mein absolutes Traum-Sugaring-Studio erfahrt ihr in den nächsten Tagen!

 

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