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Juli 2016

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Quatschpuppengesicht

Mir einst vom ehemals „besten Freund“ (ja solche Freunde braucht man wirklich… narf) verpasst, lässt mich dieses „Quatschpuppengesicht“-Ding nicht so wirklich los. Grund für den „netten“ Seitenhieb war eigentlich nur, dass ich oft und gern einfach angequatscht werde. Von der älteren Dame im Lidl hinter mir, die mich interessiert fragt, ob denn dieser Haferdrink schmecke, oder ob der Postbote meine Nummer haben will. Aber meine Güte, wir sind in Berlin, ein Haifischbecken, in dem sich auch vermeintlich glückliche Paare oftmals so prompt trennen, dass ich ungläubig staunend danebenstehe. Die Leute hier sind halt mal lauter, direkter und offener. Meistens. Ick mag das. Meistens. Außerdem sehe ich nicht ein, ständig mit mieser Laune durch die Gegend zu laufen, nur damit ja keiner auf die Idee kommt, mich was zu fragen.

Also führe ich das Ganze mal ad absurdum und mache gleich ne eigene Kategorie draus: Fräulein Quatschpuppengesicht. Macht das Wörtchen nicht charmanter, den „besten“ Freund nicht besser, aber hey, irgendwas Positives kann man auch dem noch abgewinnen.

So genug gelabert. Unter der besagten Kategorie finden sich ab nun einfach in knappen Worten meine Begegnungen der Woche/des Monats/whatever.

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Judith und…

also, dieses Ding mit dem Online Dating und so.

Ich versteh das Prinzip ja irgendwie immer noch nicht so ganz (erklärt vermutlich mein Abmelden auf diversen Plattformen, außer bei denen, die ich zu Forschungszwecken noch brauche).

Ich würde ja sogar FB löschen, wenn ich das nicht irgendwie doch ständig nutzen würde. Apropos FB und Online Dating (die Logik kommt schon noch, hoff ich zumindest). Ich bin ja schon grundneugierig. Mindestens so sehr wie misstrauisch. MINDESTENS! Ich stöbere gerne im Internet und bin bei Recherche fast unschlagbar. Aber! Ich musste feststellen, dass ich bei Menschen, die ich im realen Leben kennenlerne (ja das kommt tatsächlich auch noch vor), eigentlich so gar nichts auf FB mit denen zu tun haben will – BEVOR man sich richtig kennt. Der Grund ist ganz einfach, auf FB teilt jeder irgendwie alles. Blöde Sprüche, Vorlieben, Musik, Filme, Veranstaltungen. Möglicherweise kriegt man sogar das Beuteschema mit, lernt gleich noch Verflossene „kennen“ und und und. Will man das? Kennt man sein FB-Profil, kennt man ihn. HALT. Nö.
Das wäre eine genau so dumme Schlussfolgerung, wie wenn man denken würde, ich wäre verzweifelter Single und/oder würde im Akkord daten. Is nicht. Bis mich mal einer interessiert vergehen Dekaden, jaaa Dekaaaaaden (und da Säugetiere mindestens genauso gut rechnen können wie Fische ergibt das ganze schon so Sinn). Und meistens isser dann irre. Hust. Wieso ich hier über manche Treffen (die sich in den letzten drei Jahren irgendwo sammelten) schreibe? (Ich könnte überhaupt mal anfangen, darüber zu schreiben, ne?) Weil es absurde, lustige und durchaus auch gruselige Treffen waren, die viel zu schade zum Behalten sind. Als gefühltes Einzelkind teile ich zwar ungern mein Essen, aber als mitteilungsbedürftige Waage kommen überspitzte Darstellungen vom Berliner Balzverhalten eben online. Das ist das ganze Geheimnis. Außerdem ist das schließlich ne Unterhaltungsseite und kein Tagebuch.

 An manchen Tagen sollte ich, wenn ich schon mit dem Ohrring in den Dielen hängenbleibe, einfach liegenbleiben. Nur mal so.

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Zuza und….

die Religionspädagogin.

Hundebetreuungs-Casting, Teil 1:

Kurze Version:

Da ich nun nicht mehr als Selbstständige permant zuhause rumgammle (wieso wird dieses durchgestrichene nicht im Vorschautext angezeigt? Verflixte Technik!) fleißig an meiner Karriere schraube, sondern wohl ab August gute 40 Stunden pro Woche außer Haus bin, braucht Madame ein wenig Zuwendung zwischendrin. Ganztagesbetreuung kommt nicht infrage, da selbst bei ihren liebsten Spielkameraden eine Stunde reicht und Zuza dann wieder ihre Ruhe haben will. Also einfach mal jemanden suchen, der täglich gegen Bezahlung ihr ein bisschen Aufmerksamkeit widmet und sie kurz „ausleert“ 😀 (für die ausführlichen Sachen bin ich nach wie vor zuständig).

Der erste Endgegner Kandidat:

Kurzes Telefonat vorab, klang ein wenig südlich (Heimatbonus, oha!), ein wenig älter (hm, liebe Omi?) und naja, mehr oder minder kompetent. Also spontan eingeladen.

Alles in allem lässt sich das ganze so zusammenfassen: korrekte Granny Nanny mit göttlichem Pädagogik-Hintergrund trifft zuerst auf tätowierte Beine, die in schwarzen Hotpants stecken (also mich) und dann auf felliges Etwas, das knurrend unterm Bett verschwindet. Kurzes Gastspiel, würde ich das nennen.

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once? never ever

Once – da ist der Frosch nicht nur in den Brunnen gefallen…

sondern gleich mal abgesoffen. Ernsthaft? Was soll denn diese App, die „Tinder vernichten will“? Tinder benutze ich nicht, auf okc hab ich mich erstmal abgemeldet. Und Once? Das war pünktlich um 12 Uhr Mittag ein Paukenschlag in die Eingeweide.

Der allererste Vorschlag war ja noch echt okay… aber dann? Nach 4 Tagen fürchtete ich mich schon kurz vor 12, was denn da wieder käme.

Mein kurzes Fazit nach knapp 14 Tagen?

Es passierte nichts. Wirklich nichts. Die, die ich gut fand (zwei insgesamt), die fanden das wohl andersrum nicht. Und mich sprach ausnahmlos niemand an. Eine einzige „Konversation“ kam zustande. Lief dann so:

Er: Hey na wie geht’s?
Ich: Bla bla bla (man füge hier mehrere SÄTZE, aka „ich versuche mich zu unterhalten“ ein.

Er: Wo wohnst du denn?

Ich: XY

Er: Du bist hübsch.

Ich ging dann dezent zum Löschen der App über. Was soll man denn da antworten? Gleich den exakten Wohnort abgefragt (echt jetzt, ihr verkackten nicht allzu bewegungsfreudigen Berliner, bewegt euch mal aus eurem Bezirk raus, das ist hier nicht Australien – Buxtehude, sondern höchstens Alt-Tegel zu Rudow).