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April 2016

stories

Berlin Affairs: Leni im rosa Pulli

Sommer 2013:

60 Minuten warten in der Kälte am Ostkreuz. Zwei weggedrückte Anrufe. Einen Strongbow Cider später sitze ich allein in der kleinen Metalkneipe. Hab mich allein auf den Weg gemacht, Berlin zu entdecken. Immer wieder kopfschüttelnd. Vom Egoismus und der Feigheit der Menschen verwundert.
Ich muss auf die Toilette, frage das nette Mädel im rosa Pulli in der Metalkneipe ob sie auf meine Jacke aufpasst. Tut sie.
Die blonde Leni im rosa Pulli, Modedesign-Studentin, trinkt vermutlich etwas zuviel – jedenfalls weit mehr als ich. 3 Mexikaner später schauen wir einträchtig zusammen das WM-Spiel. Wir reden nicht viel. Sie raucht. Ich bin in Gedanken. Aber nicht alleine. Leni im rosa Pulli, mit dem niedlichen Grinsen. Sie ist noch niedlicher, als sie sich darüber aufregt, dass mich der Kerl versetzt hat. Mir geht das nicht nahe, Kapitel abgehakt. Aber das menschliche Versagen dahinter – spüre ich noch auf dem Nachhauseweg.
Und dann denke ich mir:
Warum Emotionen an einen Vollpfosten verschwenden, wenn ich doch weiter inbrünstig meinen besten Freund lieben kann…

Frühling 2016:

Nasse Haare, nasse Jacke, nasser Hund. Lachend durch die Heide. Mit Menschen, die einen glücklich machen. Zufallsbegegnungen. Begegnungen, die genau dann kommen, wenn man sie wirklich braucht. Ich blicke Lilly an und freue mich. Und erinnere mich – wie so oft – an Leni. Leni im rosa Pulli. Ich bin durch und durch zufrieden. Und an wen ich wirklich nicht mehr denke? Seit Monaten nicht mehr… Ihn. Denn:

Beste Freunde sagen einem nicht, man sei nicht anmutig genug, um geliebt zu werden…

Mind, Body, Soul, Wanderlust

Kokosöl – das Allzwecköl

Dass Kokosöl vielseitig einsetzbar ist, (und man Sätze eigentlich nicht mit „dass“ anfängt…) weiß mittlerweile ja schon so ziemlich jeder. Aber wie das mit Hypes und Trends und dergleichen ist: ich schreibe erst darüber, wenn es schon fast wieder vorbei ist. Aber: Kokosöl KANN gar nicht out sein, denn so praktisch wie dieses Zeug ist, wäre man ja schön doof, wenn man es als Trend betrachten würde.

Ob im Deo (respektive in Deocremes), als Deo pur aufgetragen (update Dezember 2016: obwohl meine Haut Kokosöl bisher null mochte – als Deo klappt das jetzt prima) oder oder – irgendwie braucht man Kokosöl IMMER.

Verwendungszweck pur: Als Leave In für die Haare (übrigens auch für den Hund; man sagt Kokosöl die Wirkung nach, Zecken fernzuhalten – und selbst wenn nicht: der Hund riecht lecker und hat gesund glänzendes Fell) oder als Hautpflege. Zum Kochen und Backen auch prima geeignet. Meine Hündin liebt Kokosöl über alles und würde den kompletten Tiegel leerfuttern, wenn sie dürfte.

Bezugsquellen:

Eigentlich fast überall:
– Internet
– Rewe
– Kaufland
– DM Drogeriemarkt
– jedem Bioladen oder Reformhaus

Mind, Body, Soul

Chocolat Malheur

Schokolade ist ja nun nicht so mein Favorit, wenn es ums Essen geht, aber meine liebste Anna hat mir dann doch etwas ziemlich nahe legen können: Chocolat Malheur. Damals noch nicht vegan, aber auch das bekommt man veganisiert.

 


 

Zutaten für 4 Personen:

  • 2 Tafeln dunkle Schokolade (ich nehme am liebsten 85 % Kakaoanteil, aber das ist manchen wohl zu bitter; Zartbitter mit 50 % geht auch noch)
  • 100 g rein pflanzliche Margarine
  • Fett und Zucker für die Formen
  • veganen Ei-Ersatz (Apfelmus, reife Banane oder spezielles Pulver aus dem Reformhaus)
  • 60 g + 1 EL Zucker
  • 2 leicht gehäufte EL Mehl

Zubereitung von Chocolat malheur

  1. Schokolade in kleine Stücke brechen und in der Mikrowelle ( 3 Minuten bei 350 Watt) oder im Wasserbad zusammen mit der Margarine schmelzen.
  2. Ofen auf 175 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze)
  3. 4 ofenfeste Förmchen (ich nehm her meine kleinen Tontassen) mit Margarine einfetten und Zucker ausstreuen.
  4. Die Masse nach Erhitzen schön verrühren, damit ein einheitlicher Schokobrei entsteht.
  5. Apfelmus zusammen mit dem Zucker schön schaumig rühren.
  6. Schokoladenmasse zusammen mit dem Mehl in den Eischaum unterrühren.
  7. Das ganze dann in die Förmchen füllen und ab in den Ofen. Je kleiner die Förmchen sind, desto schneller sind die süßen Dinger fertig. Bei 200 ml würde ich sagen, nach 8 Minuten kanns raus – soll ja innen noch schön flüssig sein.
  8. Nach dem Rausnehmen kurz abkühlen lassen, dann stürzen et voilà – bon appétit!

Gut dazu passt eine fruchtige Sauce, z.B. aus gefrorenen Himbeeren mit etwas Zitronensaft. Braucht man aber meiner Meinung nach nicht unbedingt dazu.